Immer mehr Menschen schwören auf basische Pulver wenn es um den sogenannten Säure-Basen-Haushalt geht. Demnach bestimmt das Gleichgewicht zwischen den sogenannten Säuren und Basen (pH-Wert) über unser Wohlbefinden und unseren Gesundheitszustand. Ungesunde Lebensmittel (vor allem Zucker), Nikotin, Alkohol, Koffein, aber auch Stress und psychische Belastungen sollen für einen zu sauren pH-Wert in unserem Organismus sorgen und Krankheiten fördern.

Gibt es den Säure-Basen-Haushalt überhaupt?

Rein wissenschaftlich und schulmedizinisch gibt es keine Hinweise auf eine Verbindung zwischen dem Säure-Basen-Haushalt und bestimmten Krankheitsbildern. Einzige Ausnahme ist eine Azidose, die mit dem von vielen Heilpraktikern und in Büchern beschriebenen Säure-Basen-Haushalt wenig zu tun hat. In der klassischen Schulmedizin findet die Säure-Basen-Balance in dem Sinne also keine Anwendung. Trotzdem schwören immer mehr Menschen auf Basenpulver, warum?

Basische Pulver sollen Säuren ausgleichen

Der Sinn von Basenpulvern soll sein, Säuren im Körper zu neutralisieren und diese aus dem Körper zu leiten. Defakto findet aber bei nur sehr wenigen Menschen eine Übersäuerung statt und diese sollte dann nicht mit Basenpulvern, sondern mit weitaus effektiveren Mitteln behandelt werden.