Aknebehandlung

Viele kennen das Problem noch aus der eigenen Jugend: Als ob man es in dieser Zeit nicht schon schwer genug hätte, fangen in der Pubertät auch noch Pickel und Mitesser an zu sprießen. Bei den meisten Menschen endet die Akne glücklicherweise mit der Pubertät auch wieder. Einige plagen allerdings auch noch im reiferen Alter unschöne Pusteln und hartnäckige Mitesser. Jeder fünfte Erwachsene leidet unter der so genannten Spätakne. Dabei gibt es viele einfache Tips und zahlreiche Hausmittel, die Hautunreinheiten wie von selbst verschwinden lassen.

Wie entstehen Pickel?

Weltweit gilt Akne als die häufigste Hauterkrankung. 70 bis 95 Prozent aller 13 bis 18-Jährigen sind davon betroffen, insbesondere in Gesicht, Dekolleté und auf dem Rücken. Zu Hautunreinheiten kommt es, wenn die Talgproduktion der Hautdrüsen durch Stoffwechselveränderungen gestört wird. Dafür ist meist eine hormonelle Umstellung verantwortlich, wie sie typisch für die Pubertät, oder bei Frauen an den Tagen vor der Menstruation oder in der Schwangerschaft ist. Hinzu kommt dann außerdem eine Verhornungsstörung des Follikelausführganges der Hautdrüse.

Die Pore wird verstopft und der Talg kann nicht mehr abfließen und bleibt als Mitesser in der Haut. Wenn sich dort dann zusätzlich so genannte Propionibakterien ansiedeln, die eigentlich ein ganz natürlicher Bestandteil der Haut sind und in der Regel durch den Säureschutzmantel in Schach gehalten werden, kann es zur Entzündung der Talgdrüse kommen. Diese füllt sich mit Eiter und ein Pickel entsteht.

Was sind die Ursachen für Hautunreinheiten?

Der Mythos, dass Akne ein Zeichen für mangelnde persönlichen Hygiene ist, stimmt schlicht weg nicht. Zunächst einmal spielt die genetische Veranlagung eine große Rolle für die Ausbildung von Akne. So ist wissenschaftlich belegt, dass das Akneerkrankungsrisiko bei über 50 Prozent liegt, wenn beide Eltern Akne hatten. Auch Sonne, stark fetthaltige Cremes, chemische Kosmetika und Arzneimittel können Pickel hervorrufen. Häufig sind es zudem äußere Faktoren, wie eine ungesunde Ernährung, der übermäßige Konsum von Alkohol, Rauchen, Schlafmangel oder psychischer Stress, die die Entstehung von Hautunreinheiten begünstigen.

Denn die Haut zählt neben Nieren, Leber und Darm zu einem der größten Entgiftungsorgane des menschlichen Körpers. Ist der Körper durch erhöhte Gifte belastet macht sich das auch auf der Haut bemerkbar. Die so genannten Schlackenstoffe werden über die Talgdrüsen ausgeschieden und fördern dort die Entstehung von Mitessern und Pickeln.

Was hilft wirklich gegen Akne?

Wer dauerhaft unter Hautunreinheiten leidet, die stark entzündet sind oder sich bereits unter der Haut als Talgknötchen ausbreiten, sollte einen Hautarzt oder Heilpraktiker aufsuchen. Denn nur diese können eine stark ausgeprägte Akne erfolgreich behandeln.

Mittlerweile gibt es eine vielversprechende Auswahl an hochkonzentrierten Cremes, Medikamenten und Peelings aber auch viele erfolgversprechende alternative Therapien. Allerdings kann man auch einiges schon selbst bei einer weniger stark ausgeprägten Akne unternehmen, ohne gleich mit der Chemiekeule loszulegen. Mit ein paar einfachen Tricks kann man seinen Alltag, die Ernährung und die Körperpflege anpassen und ganz nebenbei eine reinere Haut erlangen.

Hilfreiche Tips für den Alltag

Finger weg!
Es ist verblüffend, wie oft man sich am Tag ins Gesicht fasst. Achten Sie einmal selbst darauf! Dadurch gelangen Schmutzpartikel, Schweiß und die unterschiedlichsten Bakterien auf die empfindliche Haut im Gesicht und können Hautunreinheiten begünstigen. Um dem Abhilfe zu verschaffen, sollte man versuchen die Finger aus dem Gesicht zu lassen und sich zusätzlich mehrmals täglich die Hände waschen.

Auf keinen Fall Ausdrücken!
Drückt man Pickel und Mitesser aus, führt das dazu, dass Bakterien in tiefer gelegene Hautschichten gelangen und dort zu einer weitaus schlimmeren Infektion führen können. Die Folgen können Abszessbildung und Narben sein. Deshalb sollte man das Ausdrücken lieber geschulten Experten, wie medizinischen Kosmetikern oder Dermatologen, überlassen.

Auf Sauberkeit achten!
Um Bakterien den Gar aus zu machen, lohnen sich oft schon Kleinigkeiten im Alltag. So sollte man zum Beispiel häufig Handtücher und Waschlappen wechseln. Wer Make-up und Puder benutzt, sollte Schwämmchen und Pinsel häufig reinigen. Hier wachsen sonst wahre Bakterienkolonien.

Weniger ist mehr!
Vorsicht bei übersteigerter Hygiene! Regelmäßiges Händewaschen und eine tägliche Pflege des Gesichtes sind zwar unabdingbar, um Pickel in den Griff zu bekommen, jedoch kann eine übermäßige Reinigung der Haut, womöglich noch mit den falschen Produkten, die Hautunreinheiten sogar noch verstärken. Seife oder andere aggressive Waschlotionen greifen den Säureschutzmantel der Haut an. Daher sollten Betroffene darauf achten, pH-hautneutrale (pH-Wert 5,5) Körperpflegeprodukte zu verwenden. Oft eignen sich die zumeist sanfteren Produkte aus der Naturkosmetik.

Fettige Cremes verstopfen!
Fettreiche Cremes enthalten oft zu viele Lipide (Fettsäuren), die die Poren zusätzlich verstopfen können. Deshalb empfiehlt es sich, besser eine leichte, feuchtigkeitsspendende Creme zu verwenden. Auch beruhigende Masken helfen das Hautbild zu verbessern und die Haut geschmeidiger zu machen, ohne jedoch die Poren zu verstopfen.

Gesund Essen!
Wie bereits erwähnt, beeinflusst eine ungesunde Ernährung und Lebensweise die Produktion von Hautunreinheiten. Wer seine Ernährung umstellt und auf stark zuckerhaltige Lebensmittel und viele Milchprodukte verzichtet, kann dadurch auch Hautunreinheiten reduzieren. Oft kann eine Entgiftungskur wahre Wunder bewirken. Eine gründlichen Entsäuerungskur, zum Beispiel im Sinne von Basenfasten, wirkt sich nicht nur positiv auf das allgemeinde Wohlbefinden, sondern auch auf das Hautbild aus.

Naturkosmetik – sanfte Wundermittel!
Statt aggressiver und oft schädlicher chemischer Produkte sollte man bei der Behandlung von Akne besser auf die meist sanfter wirkende Naturkosmetik setzen. Mittlerweile sind diese fast überall erhältlich und weitaus erschwinglicher als viele glauben. Heilerde aus dem Reformhaus oder in Naturkosmetikprodukten verwendet, kann gut als Maske auf das Gesicht aufgetragen werden. Das reinigt die Haut und befreit die Poren von Talg und Fett.

Ein anderes Wundermittel ist zum Beispiel Grüntee. Betupft man die entzündeten Sellen mit lange durchgezogenem, abgekühltem Tee, heilen diese schneller ab. Zudem schützen die im Grüntee enthaltenen Antioxidantien und Mineralien die Haut. Des Weiteren hilft Teebaumöl gegen Akne, denn es wirkt desinfizierend und trocknet Pickel aus. Auch Zitronensaft und Rosenwasser wirken zusammen als mild antibakteriell und erfrischend.