(prcenter.de) Bereitschaft zur Vorsorge dennoch gering

sup.- Obwohl schwere Herzkrankheiten die häufigste Todesursache sind, fürchten sich die Deutschen beim Thema Gesundheit am meisten vor Krebs. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts, an der bundesweit 3.015 Frauen und Männer teilgenommen haben.

Trotz dieser Ängste ist allerdings die Bereitschaft, Krebsvorsorge-Untersuchungen wahrzunehmen, eher gering. Das zeigt sich vor allem bei Darmkrebs, der einzigen Tumorerkrankung, die sich durch die rechtzeitige Entfernung von Polypen (gutartige Geschwülste der Darmschleimhaut) im Rahmen einer Darmspiegelung verhindern lässt. Trotzdem haben sich laut Zahlen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) seit Einführung der Vorsorge-Koloskopie von 2003 bis 2008 lediglich 13,3 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen ab 55 Jahren und 13,8 Prozent der Männer untersuchen lassen.

Dabei gilt eindeutig: Je früher Vorstufen von Darmkrebs, Tumore und selbst bereits metastasierte Tumore diagnostiziert werden, desto höher sind die Heilungschancen. Neue zielgerichtete Therapien wie die EGFR-Antikörpertherapie (z. B. mit Cetuximab) können ein weiteres Krebswachstum aufhalten. Im Gegensatz zur Chemotherapie kann bei dieser modernen Therapieoption vorab geprüft werden, welcher Patient Chancen hat, auf die Behandlung anzusprechen. „Durch eine Biomarker-Bestimmung des Tumorgewebes (KRAS-Mutationstest) lässt sich ermitteln, ob der Patient von der EGFR-Antikörpertherapie profitieren kann“, erläutert Prof. Carsten Bokemeyer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

 

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