ernährungsumstellung und gesund ernähren

Wie ernähre ich mich nachhaltig gesund? Eine Umstellung der Ernährung kann helfen.

Das Thema Ernährung ist sehr kompliziert, beinahe undurchschaubar und von vielen Interessengruppen geprägt. Wer seine Ernährung umstellen und sich gesünder ernähren möchte, findet eine Unmenge an Fachbeiträgen, Büchern, Ratgebern und Experten, die vor allem für eines sorgen: Unsicherheit.

Unsere Ernährung hängt unmittelbar mit unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden zusammen. Wie diese Ernährung auszusehen hat beantworten Ärzte und Experten sehr unterschiedlich.

Mensch, Körper und Geist sind individuell – warum auch nicht die Ernährung?

Jeder Mensch ist anders. Jeder von uns hat andere Vorlieben, Laster, Wünsche und Geschmäcker. Wer sich gesünder ernähren möchte, wird durch Kalorientabellen oder Listen an gesunden Lebensmitteln nicht automatisch gesünder und glücklicher. Unsere Ernährung und unser Essverhalten sollte sich unseren Wünschen und unserer Lebensweise anpassen. Andersrum müssen wir unsere Wünsche und unsere Lebensweise unserer Ernährung und unserem Körper anpassen. Die Frage „Was macht mich gesund und glücklich?“ kann nur von jedem selbst beantwortet werden.

Den Menschen als Ganzes begreifen

Eine Ernährungsumstellung ist auch immer mit Verzicht verbunden. Wenn dieser Verzicht nicht von Anfang an durch Alternativen ausgeglichen wird, kann eine nachhaltige und langfristige Umstellung nicht funktionieren. Geist und Körper bilden eine Einheit, die auch als solche verstanden werden sollte. Beide lassen sich weder austricksen, noch schnell und radikal verändern. Schon lange ist wissenschaftlich erwiesen, dass Essstörungen psychische Ursachen haben. Unsere Ernährung soll ganzheitlich befriedigen, nicht nur unseren Körper gesund erhalten, sondern auch unseren Geist. Wen die Umstellung auf Gemüse und Obst nicht glücklich macht, wird entweder krank oder verfährt früher oder später wieder nach alten Mustern.

Orientierungshilfe Ernährungsumstellung – So ernähren Sie sich gesünder

obst gemuese muesli ernährungsumstellung

80% der Lebensmittel sollten naturbelassen und unbehandelt sein. 20% „dürfen“ fertig sein.

Welches Obst und Gemüse, welche Lebensmittel oder Produkte genau Sie zu sich nehmen sollten, kann nicht zuverlässig und abschließend beantwortet werden. Wie oben beschrieben, sollte eine Ernährungsumstellung ganzheitlich stattfinden. Zwingen Sie sich also nicht zu Lebensmitteln oder Gerichten, die Ihnen nicht schmecken. Versuchen Sie jedoch offensichtlich ungesunde Gewohnheiten wie zu viel Fleischkonsum, zu viel Zucker oder Koffein durch befriedigende, gesunde Alternativen zu ersetzen. Keine „Scheinalternativen“, sondern gesunde Lebensmittel, die Sie wirklich befriedigen, satt machen und Ihnen schmecken, ohne die Gesundheit zu beeinträchtigen.

In einem sind sich die meisten Experten und Ärzte einig: die Ernährung sollte zu 80% aus natürlichen, unbehandelten Lebensmitteln wie frischem Obst, Gemüse und Fleisch oder Fisch bestehen, 20% „dürfen“ fertige Produkte sein. Achten Sie auf Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau.

Die Ernährung sollte ausgewogen, vielfältig, saisonal und vorrangig aus heimischen Lebensmitteln bestehen.   Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten möglichst frisch zu, nehmen Sie sich nicht nur beim Kochen, sondern auch beim Essen Zeit. Wer schnell und hastig Nahrung aufnimmt, isst oft mehr als nötig, da sich das Sättigungsgefühl erst etwas später einstellt.

Qualität statt Quantität sollte den Kern Ihrer Ernährung bilden. Wer in qualitativ hochwertige Lebensmittel (z.B. Bio-Gemüse) investiert, investiert auch in seine Gesundheit.

Was macht mich gesund und glücklich? Ihr Körper gibt Ihnen die Antwort

Wer sich für eine Ernährungsumstellung interessiert, weiß dass er sich in der Vergangenheit ungesund ernährt hat. Viele Menschen leiden unter einem sogenannten übersäuerten Körper. Gifte, Schlacken und Säuren die sich über die Jahre durch Fast-Food, Fehlernährung, Bewegungsmangel, Koffein oder Nikotin angesammelt haben, stören die Signale des Körpers. Viele ungesunde Gewohnheiten können auch deshalb nicht geändert werden, weil der Körper falsche Signale sendet. Hier kann ein „Reset“ mit Hilfe einer Entschlackung und Entgiftung innerhalb einer Basenfastenkur helfen. Der Körper wird von Schlacken und Giften befreit um wieder einen „klaren Klang“ zu erhalten. Befreit von Altlasten, quasi am Null-Punkt, und gereinigt gibt der Körper wieder natürliche Signale. Eine Basenfastenkur bietet eine ideale Möglichkeit in sich hineinzuhören, diese Signale zu deuten und in der Ernährungsumstellung umzusetzen.

8 einfache Regeln für eine nachhaltige Ernährungsumstellung

 

umstellung der ernährung ganzheitlich

Regel 1
Vorsicht im Umgang mit Rohkost bei einem empfindlichen Darm! Rohkost ist sicher einer der gesündesten Arten Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Vorausgesetzt wird dabei aber ein ideal funktionierender Verdauungsaparat. Menschen, die unter einem empfindlichen Darm oder Nahrungsmittelallergien leiden, sollten mit Rohkost vorsichtig sein. Hören Sie auf Ihren Körper und nehmen Sie nur dann Rohkost zu sich, wenn Sie es wirklich vertragen.

Regel 2
Essen Sie Obst und Rohkost nur bis 16 Uhr, wenn Sie bisher keine Erfahrung damit hatten. Danach ist es meist schwerer verdaulich. Günstig ist meist ebenso, Rohkost vor einer gekochten Kost zu essen. Die Verdauungszeiten von Rohkost, vor allem von Obst, und gekochter Kost sind unterschiedlich und deshalb kann es leicht zu Blähungen kommen. Ausserdem setzt das Sättigungsgefühl nach Rohkost schneller ein. Vor allem Obst, nach einer warmen Mahlzeit gegessen, kann im ungünstigsten Fall zu Gärungen und dadurch zu sehr unangenehmen Gasbildungen führen. Salat aus Rohkost, abends gegessen, kann die vielfältigen nächtlichen Stoffwechselprozesse der Leber behindern und belasten.

Regel 3
Essen Sie deshalb möglichst die letzte Mahlzeit am Abend vor 18 Uhr. Damit entlasten Sie die oben erwähnten Stoffwechselprozesse der Leber. Ein tiefer und erholsamer Schlaf kann eine schöne Belohnung sein.

Regel 4
Bereiten Sie Gemüse so naturbelassen wie möglich zu. Die am meisten schonende Art der Gemüsezubereitung ist garen und dünsten, bis das Gemüse „al dente“, also noch knackig, ist. Anbraten sollte man so wenig wie möglich und wenn, dann so kurz wie möglich. Je länger Gemüse gekocht oder gedünstet wird, umso wertloser wird es im Sinne des Vitalstoffgehaltes für unseren Körper.

Regel 5
Essen Sie so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig. Auch wenn Obst und Gemüse noch so gesund sein mögen, zu viel schadet immer. Hören Sie auf Ihren Körper. Essen Sie in Ruhe und bewusst. Essen Sie stets eine kleine bis mittlere Portion und hören Sie auf, bevor Sie sich richtig satt fühlen. Das Sättigungsgefühl setzt dann meist nach einigen Minuten ein. Auf diese Art entlasten Sie den Stoffwechsel, denn auch die basische Kost verlangt vom Körper Verdauungsarbeit.

Regel 6
Achten Sie bei den einzelnen Mahlzeiten darauf, nicht zu viele Nahrungsmittel zu mischen. Wenn Sie immer nur zwei oder drei Gemüsesorten wählen, dann haben Sie ein wesentlich besseres Geschmackserlebnis, als wenn Sie fünf oder mehr Sorten mischen.

Regel 7
Würzen Sie nur sehr dezent. Es irritiert schnell die Geschmacksnerven und lässt Sie das Gefühl für Sättigung verlieren. Salz sollte so sparsam wie möglich eingesetzt werden. Achten Sie auf natürliche, kontrolliert biologisch angebaute Gewürze und Kräuter. Sie sind ihren Preis wert.

Regel 8
Essen Sie keine Gerichte, wenn Sie keinen Appetit darauf haben. Wenn sich Ihnen beim bloßen Gedanken an beispielsweise Fenchel der Magen umdreht, sollten Sie auch keinen essen. Sie tun sich und Ihrem Körper damit keinen Gefallen. Beginnen Sie mit Rezepten von Obst- und Gemüsesorten, die Sie schon immer mochten und tasten Sie sich dann allmählich in unbekannte Gemüse- und Rezeptwelten vor. Jede tiefe innere Abneigung erzeugt auch eine Art von Stress, die den Körper auch sauer machen kann.

Achten Sie ausserdem auf diese Grundregeln:

  • Neben Sie sich Zeit
  • Kauen Sie gründlich
  • Konzentrieren Sie sich auf das Essen
  • Essen Sie mäßig
  • Nehmen Sie möglichst vor 18 Uhr die letzte Nahrung auf
  • Versuchen Sie täglich 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit in Form von stillem Wasser oder Tee zu sich zu nehmen
  • Verzichten Sie auf Genussmittel wie Alkohol, Nikotin, Kaffee oder Süßes
  • Essen Sie nur reifes Obst