arthrose

Wir Menschen in der heutigen Zeit werden immer älter. Technischer Fortschritt und die Errungenschaften der Medizin ermöglichen uns ein weitaus längeres Leben, als es unsere Vorfahren noch vor ein paar Jahrzehnten hatten. Aber auch unsere Lebensweise hat sich dadurch stark verändert – und das nicht nur zum Guten.. Fehlhaltungen, falsche oder übermäßige Belastung oder eine einseitige Ernährung können im Alter folgenschwere Erkrankungen mit sich bringen. Besonders Arthrose-Erkrankungen werden immer häufiger. In Deutschland leiden mehr als 5 Millionen Menschen daran. Weltweit ist es die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt.

Als klassische Alterskrankheit gilt Arthrose als unheilbar. Doch ist das tatsächlich so? Kann man im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit wirklich nichts mehr tun, als sich schmerzhaften Operationen zu unterziehen, die womöglich den gewünschten Heilungserfolg verfehlen? Ist gar das Einsetzen einer Prothese der letzte mögliche Weg? Die klassische Medizin weiß tatsächlich oft keinen anderen Ausweg. Dabei spielt die Lebensweise und die Ernährung eine große Rolle für das Wohlbefinden des Körpers. Eine Umstellung der Ernährung kann auch bei Arthrose wahre Wunder bewirken. Je nach Stadium der Erkrankung lassen sich so, ganz ohne starke Arzneimittel oder operative Eingriffe, die Symptome durchaus beeinflussen oder verschwinden sogar komplett.

Was genau ist Arthrose?

Zunächst einmal sollte man jedoch die Symptome und Ursachen der Krankheit kennen. Kennzeichnend für eine Arthrose-Erkrankung ist die Verringerung der Knorpelschicht in den Gelenken, häufig im Knie oder der Hüfte. Diese Schicht, die sich zwischen den Enden der Knochen befindet, dient deren Schutz und Elastizität. Sie ist sehr wichtig für den wortwörtlich reibungslosen Bewegungsablauf des Gelenks. Zudem fungiert sie quasi als Stoßdämpfer bei plötzlichen und harten Bewegungen, wie zum Beispiel beim Springen.

Fehlt die Knorpelschicht jedoch, liegen die Knochenenden ungeschützt aufeinander und reiben bei jeder Bewegung des Gelenks aneinander. Dadurch kommt es zu Verhärtungen des Knochengewebes und die Bewegungsfähigkeit wird eingeschränkt. Dabei ist der Verlauf der Krankheit bei jedem unterschiedlich. Ein erstes Anzeichen können zum Beispiel ungewöhnliche Gelenkgeräusche, wie zum Beispiel ein Knirschen bei Bewegung, sein. Aber auch ein Steifheitsgefühl im Gelenk kann für eine beginnende Arthrose sprechen, so wie Schwellungen und schmerzhafte Entzündungen. Ist die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten, kommt es auch zu starken Schmerzen bei Belastung, die dauerhaft werden können, oder auch zu einer kompletten Bewegungseinschränkung.

Die Arten der Arthrose

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Krankheitsbilder der Arthrose. Bei der so genannten primären Arthrose, leidet der Betroffenen unter einer vermutlich angeborenen Fehlbildung des Knorpelgewebes. Das heißt, in den Gelenken ist von vornherein zu wenig Knorpelmasse vorhanden, die sich dann umso schneller abnutzt. Die sekundäre Arthrose hingegen, entstehen durch eine andauernde Überlastung der Gelenke. Gründe dafür können Fehlstellungen sein, wie sie zum Beispiel oft im Hüftgelenk vorkommen (Hüftdysplasie), aber auch starkes Übergewicht oder Fehlhaltung führen zu einer starken oder einseitigen Belastung der Gelenke. Auch entzündliche Veränderungen des Gelenks oder Verletzungen eine Arthose hervorrufen. Zuletzt ist es aber auch entscheidend, den großen Einfluss der Ernährung auf den Verlauf der Krankheit mit einzubeziehen.

Das Problem an der Wurzel packen: Die Ursachen der Arthrose

Die genaue Ursache für eine Arthrose ist im Einzelfall oft unklar. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

  • Dysplasie von Gelenken: Eine angeborene Fehlstellung der Gelenke, die zu einseitigem Abnutzen der Knorpelmasse führt (zum Beispiel der Beine oder der Hüfte)
  • Vorzeitiger Verschleiß als Folge von Verletzungen
  • Starkes Übergewicht
  • Fehlhaltungen, die nicht korrigiert werden
  • Mangelnde Bewegung oder falsche Belastung
  • Medikamente wie bestimmte Antibiotika, da sie den Abbau des Gelenkknorpels begünstigen können
  • Eine falsche Ernährung, die reich an tierischen Fetten, Getreideprodukten, synthetischen Lebensmittelzusätzen, Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern ist
  • Der übermäßige Konsum von Alkohol und Zigaretten

Auffällig ist hier, dass bis auf die ersten beiden Punkte, die entweder mit einer angeborenen Fehlstellung oder einer Fehlstellung in Folge einer Verletzung zu tun haben, die Ursachen selbst gemacht und daher durchaus vermeidbar sind. Trotzdem raten behandelnde Ärzte immer wieder zu Medikamenten oder operativen Eingriffen, wenn der Befund Arthrose lautet.

Starke Medikamente, Operationen, Prothesen – Führt da kein Weg dran vorbei?

arthrose medikamenteHerkömmliche medizinische Maßnahmen beziehen sich leider oft ausschließlich auf die Symptome, statt den tatsächlichen Ursachen nachzugehen. So werden Schmerzen durch starke Arzneimittel ausgeschaltet und die Entzündung gehemmt. Zudem soll der Aufbau neuer Knorpelmasse durch Injektionen angeregt werden oder es wird aus anderen Gelenken Knorpelmasse transplantiert. Das klingt zunächst einmal ganz vielversprechend. Die Heilungschancen sind meist zumeist allerdings gering – ein künstliches Gelenk ist dann oft der einzige Ausweg. Zudem können starke Medikamente und riskante Operationen dem Körper mehr schaden und vor allem dessen natürliche Erholung hindern.

Völlig links liegen gelassen werden dabei die tatsächlichen Ursachen. Eine ganzheitliche Heilung ist nur solange nicht möglich, bis den Ursachen der Erkrankung aus der Welt geschafft werden. Entsteht die Arthrose also als Folge einer jahrelangen ungesunden Lebensweise und falscher Ernährung, müssen diese Faktoren ausgeschaltet werden, anstatt sich nur den Symptomen anzunehmen. Nährstoffarme Ernährung, Bewegungsmangel, Konsum von Alkohol und Zigaretten – wenn der Körper über eine sehr lange Zeit durch die erhöhte Aufnahme solcher Gifte belastet wird, macht sich das früher oder später bemerkbar. In vielen Fällen eben durch einer Erkrankung wie der Arthrose.

Was kann ich tun um selbst gegen Arthrose vorzugehen?

Dem eigenen Körper zuhören

Zunächst einmal muss man wissen, was am persönlichen Lebensstil ungesund ist und eine Arthrose-Erkrankung hervorgerufen haben könnte. Man muss sich selbst beobachten und auf den eigenen Körper hören, um den Ursachen auf den Grund gehen zu können.

Was unsere Ernährung ungesund macht

Fleisch, Wurst, Nikotin, Alkohol, Weißmehlprodukten und Zucker – dass all diese Lebensmittel ungesund sind, besonders wenn sie in großen Mengen konsumiert werden, ist den meisten Menschen bewusst. Seine Ernährung umzustellen, um gegen Erkrankungen wie die Arthrose vorzugehen, bedeutet aber mehr als nur diese Lebensmittel zu meiden. Besonders eine stark säurebildende Ernährung fördert die Entstehung von Arthrose.

Wenn ungesunde Nahrungsmittel aufgenommen werden, entstehen im Blut giftige Säuren, die der Körper so schnell wie möglich wieder loswerden möchte. Das geschieht mit Hilfe von leicht basischen Mineralien. Stehen dem Organismus allerdings aufgrund von einer einseitigen Ernährung zu wenige dieser Mineralstoffe zu Verfügung, kommt es zur Übersäuerung und zur Bildung so genannter Schlacken. Diese werden unter anderem im Bindegewebe, den Blutgefäßen, aber vor allem auch in den Gelenken eingelagert und stören dort die Stoffwechselvorgänge, was zu einem Abbau der Knorpelmasse führen kann. Um dem Gelenkknorpel eine Chance zu geben sich zu regenerieren, empfiehlt sich eine mineralstoffreiche basische Ernährung.

Entsäuerung des Körpers

Zu aller erst muss der Organismus von den über Jahre angesammelten Schlacken befreit werden. Dies geschieht bei einer gründlichen Entsäuerung, die am Anfang der Ernährungsumstellung stehen sollte. Um das tiefliegende Problem der Übersäuerung gründlich anzugehen, sollte das Entsäuerungsprogramm aus mehreren Teilen bestehen. Dazu gehört die Entgiftung über die Haut, die durch basisch angereicherte Bäder erfolgt. Zudem regen bitterstoffhaltige Kräuter, die zum Beispiel als Tee eingenommen werden können, die körpereigenen Entsäuerung über den Verdauungstrakt ein. Außerdem wirkt eingenommenes Basenpulver wahre Wunder als Entgifter direkt in den Zellen. Neben der Entsäuerung gewährleistet Basenpulver zudem eine Remineralisierung, da dem Körper reichhaltig Mineralien zugeführt werden, die ihm vormals gefehlt haben. Wichtig ist außerdem eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Antioxidantien.

Konsequente basische Ernährung

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Einer konsequenten Ernährungsumstellung erfordert Anfangs viel Zeit und eine erhebliche Veränderung des Lebens. Da nicht nur die Klassiker wie Fleisch, Fett, Getreideprodukte, Zucker, Alkohol, Kaffee oder Zigaretten weggelassen werden, muss man sich erst einmal gründlich mit den Lebensmitteln auseinander setzten, die im Körper Säure bilden, und diese konsequent meiden. Hat man sich einmal daran gewöhnt, und weiß was man essen darf und was nicht, klappt es meist auch schon ganz gut. Dann muss man vor allem eines: Dranbleiben!

Dem inneren Schweinehund auf den Fersen

arthrose-bewegungstherapieZu einer ganzheitlichen Umstellung des Lebensstiles gehört auch, sich mehr zu bewegen. Schon 30 Minuten Spazieren gehen an der frischen Luft, können dem Körper zu mehr Wohlbefinden verhelfen. Auch wenn es bei Arthose anfangs schwerfallen mag, da die Gelenke schmerzen oder versteift sind. Wer es schafft, dagegen anzukämpfen und sich täglich etwas mehr Bewegung zumutet, wird schon nach wenigen Wochen eine Verbesserung der Beweglichkeit spüren. Und der Schweinehund schrumpft!

Wichtig zum Schluss: Disziplin, Disziplin, Disziplin

Nicht nur seine Ernährung, sondern auch die komplette Lebensweise umzustellen, ist keineswegs ein einfacher Weg. Dazu gehört eine gewaltige Portion Selbstdisziplin, ein starker Wille und Durchhaltevermögen. Hat man es allerdings geschafft, wird einem umso besser gehen – und nicht nur weil man sich gesünder uns fitter fühlt. Und die Symptome der Arthrose verschwinden nach und nach.